Industriemuseum Freudenthaler Sensenhammer | ab 2019

BESCHREIBUNG

Neues Leben in alten Mauern: Die letzte rheinische Sensenfabrik, deren Anfänge bis ans Ende des 18. Jahrhunderts zurückführen, ist seit Frühjahr 2005 ein echtes “lebendiges” Industriemuseum.

Die Produktion von Sicheln und Sensen begann 1837 mit der Übernahme durch die Unternehmerfamilie Kuhlmann: Sensen aus Freudenthal, so hieß es mehr als 150 Jahre lang. Im Jahr 1987 wurde der Freudenhammer Sensenhammer der Sensenfabrik H.P. Kuhlmann Söhne stillgelegt.

2005 wurden der Sensenfabrik in Leverkusen-Schlebusch wieder Leben eingehaucht: Das Industriemuseum wurde eröffnet. Es zeigt die weitgehend im Originalzustand erhaltenen Gebäude und Arbeitsplätze. Die Dauerausstellung erzählt von der Herstellung der Sensen und Sicheln, wie und wo diese landwirtschaftlichen Werkzeuge verwendet wurden, sowie von den Menschen, die dort einst gearbeitet haben.

An Vorführtagen werden die gewaltigen Transmissionen und Schmiedehämmer in Betrieb gesetzt und die Schmiedeöfen gezündet. Die Besucher erhalten einen sehr anschaulichen Eindruck von der schweren und vielfältigen Arbeits- und Lebenswelt. Eine Ausstellung zur Kulturgeschichte von Sense und Sichel, der Bau- und Werksgeschichte sowie die Darstellung historischer Handwerks- und Herstellungstechnologien ergänzen die Ausstellung.

 Zur Fabrik gehören, neben den Schmiede- und Hammerwerksgebäuden, auch die historische Wasserkraft- und Stromerzeugungsanlage mit Stauteich, Wasserturbinen, Kraftwerk und Transmission. Hinzu kommen die ehemaligen Arbeiterwohnhäuser und die Fabrikantenvillen mit Landschaftsgarten und Taubenturm.

Darüber hinaus bietet das Industriemuseum auch Schmiedekurse, Workshops, Geschichts- und Kunstausstellungen an. Schulen und Senioren werden im Museumsangebot berücksichtigt, es gibt beispielsweise „Schmieden für Senioren“, „Die kleine Sensenschmiede“ und allgemein das Museum als Lernort.

Die große Schmiedehalle bietet ein atmosphärisches Ambiente. Ein idealer Veranstaltungsort für Ausstellungen, Theateraufführungen und Konzerte. Beispielsweise finden hier die Leverkusener Jazztage statt. Private Feste und Hochzeiten können unter anderem in den Werkshallen gehalten werden.

In einen betriebsfähigen Zustand gebracht wurde das Fabrikensemble mit geschichtsträchtigen Gebäuden von dem 1991 gegründeten Förderverein “Freudenthaler Sensenhammer e.V.”. Heute wird das Industriemuseum durch viele ehrenamtliche Kräfte unterstützt, sodass die Besucher eine eine kleine Zeitreise, die bis in das 18. Jahrhundert führt, erleben können.

ANFAHRT

Mit öffentlichen Verkehrsmitteln

Straßenbahnlinie 4, Buslinien 202, 208 & 215, Haltestelle v.-Diergardt-Str.
Buslinie 212, Haltestelle Schlebusch-Post

Mit dem PKW

A3, Abfahrt Leverkusen-Mitte | Richtung Leverkusen-Schlebusch
A1, Abfahrt Burscheid, B51 Richtung Leverkusen-Schlebusch

REISEPLANUNG

ÖFFNUNGSZEITEN

Di – Do 10–13 Uhr
Sa – So 12–17 Uhr
Mo geschlossen